Rostumwandler oder Rostentferner – welche Unterschiede gibt es?

Rostumwandler sind eine besondere Kategorie unter den Rostentfernern. Es gibt bei beiden Anti-Korrosionsmitteln viele Unterschiede bezüglich Wirkung und Anwendungsbereiche. Zunächst sollten wir die beiden Entferner näher erklären. Die Wahl des passenden Rostentferners hängt von den beabsichtigten Zwecken ab.

Was ist ein Rostumwandler?

Wie der Name es vermuten lässt, wandelt ein Rostumwandler die Rostschicht in eine nicht mehr weiter korrodierende Eisen(III)-Verbindung um. Der Rost verbleibt auf der Oberfläche und es bildet sich eine dunkle, wasserdichte Beschichtung aus Eisen(III)-Phosphat. Diese Schicht lässt keinen Sauerstoff an die Metalloberfläche und schützt vor einer erneuten Korrosion. Rostumwandler lassen sich durch Sprühen, Eintauchen und Streichen auftragen. Ausgezeichnete Resultate werden nur dann erzielt, wenn die gesamte Rostschicht vollständig durchtränkt wird.

Ferrocon kann unter einer Bedingung als Rostumwandler eingesetzt werden:

Das Mittel darf nach dem Auftragen nicht mit Wasser in Kontakt kommen und auch nicht feucht werden. Zum vollständigen Schutz muss die behandelte Metalloberfläche mit speziellen Metalllacken und Farben überstrichen werden.

Mit-Ferrocon-Entrostungsgrundierungen-behandelter-Stahl
Rostumwandler Vergleich

Wann ist die Anwendung eines Rostumwandlers ratsam?

Wenn Sie von Gegenständen und Oberflächen aus Stahl und Eisen stark fortgeschrittenen Rost entfernen und keine glänzende Metalloberfläche erzielen wollen, sollten Sie sich für einen flüssigen Rostkonverter auf der Basis von Phosphat entscheiden. Die zurückbleibende Grundierung schützt vor erneuter Korrosion und erfordert im Nachgang eine Lackierung.

  • Besonders ratsam ist ein Rostkonverter, wenn die Metalloberflächen von Blechen und Draht sehr zerbrechlich sind und das mechanische Entfernen mit Schleifmitteln, Drahtbürste etc. nicht funktioniert.
  • Rostumwandler eigen sich sehr gut für Fahrräder, Metalloberflächen an Auto- und Motorradteilen, Stahltüren, Stahlzäune und Stahltore.

Anwendungseinschränkung: Gewinde und Kupplungen, also sich bewegende Fahrzeugteile, müssen unmittelbar nach der Behandlung gründlich abgespült und trockengerieben werden, da eine Eisen(III)-Phosphatschicht die Beweglichkeit der Bauteile behindern würde. In diesen Fällen muss die Rostschicht vollständig entfernt werden, damit die metallische Oberfläche sichtbar wird.

Was ist ein Rostentferner?

Rostentferner sind meistens säurehaltige Flüssigkeiten. Mithilfe eines chemischen Rostentferners werden alle Rostablagerungen entfernt, bis die glänzende Metallschicht wieder hergestellt ist.
Rostentferner müssen direkt mit der Oberfläche aus Eisen und Stahl in Kontakt kommen. Das bedeutet, dass vor der Anwendung eines Rostentferners eine vorangehende mechanische Beseitigung der losen Rostpartikel ratsam ist. Dazu eignen sich je nach Roststärke ein Tuch oder verschiedene Werkzeuge wie eine Drahtbürste, Schleifpapier und Stahlschwamm.

Ferrocon kann als normaler Rostentferner eingesetzt werden. Tragen Sie Ferrocon auf, warten Sie, bis die chemische Reaktion beendet ist (ca. 30 / 60 Sek.) und spülen Sie alles vor dem Antrocknen mit Wasser gründlich ab.

Auch für Tauchbäder ist Ferrocon geeignet. Schwer zugängliche Stellen an Stahlteilen, wie sie beispielsweise an Schrauben und Muttern vorkommen, lassen sich mit dem Entferner behandeln und voneinander lösen. Das Abspülen mit sauberen Wasser verhindert das Anhaften der Rückstände.

Heimwerker-Tipp

Bekämpfen Sie Korrosionen immer frühzeitig. Mit dem Rostumwandler Ferrocon von Ecoform Europe sind Sie bei größeren Korrosionsschäden gut beraten! Ferrocon ist salzbeständig und kann für die Rostentferung von Eisen- und Stahloberflächen mit Meerwasserkontakt verwendet werden.

Was sollten Sie bei einem Rostumwandler beachten?

Rostumwandler bilden eine beständige, feste Eisenphosphatschicht. Eine Rückumwandlung der grauen Beschichtung ist nicht möglich! Der Metallglanz geht für immer verloren.

Weitere Informationen finden Sie unter der Rubrik FAQ.