Wie stellen wir Backstein her und wie machen wir ihn wasserdicht? Um diese Frage zu beantworten, ist es vielleicht von Vorteil, um uns erstmal in das Thema was Backstein jetzt überhaupt ist, zu vertiefen.

Oppercon

Uralte Kloster von Ziegelstein aufgebaut.

Die Essenz von Backstein: Ton

Backstein wird immer aus Ton hergestellt. Ton ist also das Grundelement des Backsteins. Wenn wir einen rechteckigen Klumpen Ton auf einer Temperatur zwischen 850 und 1200 Grad Celsius brennen, erhalten wir ein keramisches Produkt, den Backstein. Die Sorte Ton und die weiteren Zufügungen und Bearbeitungen sorgen für unterschiedliche Sorten Backstein. Charakteristisch für den Backstein ist seine enorme Nachhaltigkeit. Dank des Backsteins bestehen alte Burgen, Schlösser und andere alte historische Gebäude seit ewigen Zeiten und trotzen Wind und Wetter. Und da früher regelmäßig neue Formen und Zusammenstellungen des Backsteins verwendet wurden, wird der Backstein regelmäßig für die Datierung von alten Objekten genutzt. Der Typ eines Backsteins ist oftmals die Indikation für die Bauperiode. Wo wir also gerade beim Thema sind, so lassen Sie uns dann auch gleich mit der Geschichte des Backsteins beginnen.

Die Geschichte des Backsteins

Oppercon

Wunderschönes aus Ziegel gebaute Kanal-Apartments im Hamburg.

Schon vor tausenden von Jahren wusste man, dass Ton erhärtet, wenn er gebrannt wird. Darum wurde Ton auch bereits 7000 v. Chr. für die Töpferei verwendet. Ungefähr 5000 v. Chr. wurde der Ton dann auch für die ersten Bauobjekte verwendet und seit 3000 v. Chr. wurden die gebrannten Steine in immer größerem Maße verwendet. Anfangs waren dies natürlich nur große, unförmige Klumpen Ton, aber die Römer benutzten für das Brennen dann eine Form. Sie waren auch die Ersten, die Mörtel verwendeten, um die Steine miteinander zu verbinden. Mit der Eroberung Europas brachten die Römer den Backstein dann auch in unsere Regionen. Mit dem Fall des römischen Reiches verschwand dann auch der Backstein vorübergehend.

Ab dem 12. Jahrhundert wurde der Backstein dann wieder häufiger in unserem Land verwendet, da vor allem in größeren Städten die bislang gebauten hölzernen Häuser eine zu große Brandgefahr bildeten. Im 19. Jahrhundert wurde die Steinproduktion übrigens mechanisiert und im 20. Jahrhundert schlussendlich auch der Bauprozess (mit unter anderem vorgefertigtem Mauerwerk). Im letzten Jahrhundert wurde die Backsteinproduktion enorm industrialisiert. Heutzutage produzieren ungefähr 40 Backsteinfabrikaten jährlich circa 2 Milliarden Backsteine in 2500 verschiedenen Varianten.

Die Gewinnung von Ton für die Backsteinproduktion

In Deutschland wird Ton hauptsächlich in Regionen wie dem Westerwald, der Eifel und der Pfalz aus sogenannten Tongruben, auch Ton-Tagebau genannt, gewonnen. Wir verwenden aber auch Meeres- Ton, welcher an den Küsten Deutschlands zu finden ist. Und wir gewinnen auch Löß und Lehm aus sogenannten Lehmgruben. Für besondere Variationen , wie beispielsweise den weißen Backstein, wird der Ton allerdings aus dem Ausland importiert. Seit ungefähr 20 Jahren werden

übrigens die Gebiete, in denen Ton gewonnen wird, nach ihrer Nutzung oftmals in neue Naturschutzgebiete umgewandelt. Beispiele hierfür sind unter anderem das Naturschutzgebiet „Tongrube Oberauel“ und das Naturschutzgebiet „Tongrube Gochsheim“. In vielen stillgelegten Tongruben bilden sich nach einiger Zeit Seen und die Natur erobert sich die Landschaft langsam wieder zurück. In diesen Gebieten erhalten Flora und Fauna den nötigen Raum, um zu wachsen und gedeihen.

Die Vorbearbeitung von Ton

Ein Tonvorrat kann allerdings niemals direkt für die Backsteinproduktion verwendet werden. Der Ton muss immer erst vorbearbeitet werden. Es ist wichtig, die unterschiedlichen Zusammenstellungen von Ton zu einer sauberen und homogenen Ton-Masse mit den richtigen plastischen Eigenschaften zu verarbeiten. Was wir damit meinen ist, dass das Material gut formbar sein muss und das seine Eigenschaften erhalten bleiben. Um dies zu erreichen, werden erst verschiedene Bearbeitungsschritte ausgeführt:

  • Zuerst wird der Ton durch unterschiedliche Bearbeitungen von kleinen Steinchen und Metallteilchen befreit.
  • Daraufhin wird der Ton mit unter anderem einem Tonraspler, Rollen und einer Siebplatte bearbeitet. Auf diese Art und Weise wird das Material zerkleinert.
  • Hiernach wird der Ton mit Wasser und Dampf befeuchtet. Das Wasser sorgt für die richtige Formbarkeit und der Dampf erhöht beim Brennen die Temperatur des Tons. Hierdurch werden die plastischen Eigenschaften verbessert, ebenfalls wie die Eigenschaften des Tons im trocknen Zustand.
  • Bei Bedarf können/werden zusätzliche Stoffe hinzugefügt. Durch das Zufügen von zusätzlichem Sand wird fettiger Ton zum Beispiel rauer. Diese Beigaben sind dann auch dafür verantwortlich, dass der Backstein unterschiedlichen Farben bekommt. Zugefügten Kalkstein und Kreide können eventuell zu in einer etwas gelblichen Farbe führen. Braunstein enthält Mangan und färbt die Steine wiederum etwas dunkler.
  • Das Material wird in einem horizontalen Trog mit Knetmessern gemischt und folglich durch eine Siebplatte gedrückt.

Mit diesen Bearbeitungstechniken wird eine Ton-Masse hergestellt, die gute und einheitliche Eigenschaften besitzt. In dieser Phase wird die Formbarkeit, die Eigenschaften des Materials im trockenen Zustand, die Stärke und die schlussendlichen Eigenschaften festgelegt.

Formen und Trocknen

Oppercon

aus Ziegelstein aufgebaute Innenwand. Alt aber neu.

Den nun folgenden Schritt in der Produktion nennen wir das „Umformen“ des Backsteins. Hierfür gibt es unterschiedliche Methoden, bei denen ein Formbehälter oder eine Strangpresse genutzt werden.  Verwenden wir einen Formbehälter, dann wird hierfür eine bestimmte Menge Ton in einen Behälter mit der Größe des späteren Backsteins gegossen und an der Oberseite mit einem Draht abgeschnitten. Die kann vollständig mit der Hand verrichtet werden (ein Handformstein), jedoch auch mit einer Handformpresse oder mit einer Formbehälterpresse. Bei der letzteren Methode wird der Ton allerdings nicht in den Behälter gegossen, sondern gepresst. Daher ist die endgültige Form des Backsteins auch immer abhängig von der gewählten Herstellungsmethode. Der Backstein kann entsprechend der Produktionsmethode also glatt sein, er kann jedoch auch mehr „handwerkliche Merkmale“ aufweisen.

Bei der Anwendung einer Strangpresse hingegen handelt es sich um eine vollkommen andere Vorgehensweise. Hierbei wird immer eine bestimmte Menge Ton durch eine Form gepresst, wodurch ein langer Tonstrang in den Längen- und Breitemaßen eines Backsteins entsteht. Folglich wird der Strang mit einem Eisendraht in „Scheiben“ abgeschnitten. Auf diese Art und Weise wird schlussendlich die Höhe des Backsteins festgelegt. Die Anpassung eines Backsteinformats kann ganz einfach durch die Anpassung der Form der Strangpresse realisiert werden. So können auch  perforierte Backsteine hergestellt werden.

Hiernach werden die Umformungen für ungefähr 30 Stunden in eine Trockenkammer gelegt. Dort wird mit Hilfe von warmer Luft der Feuchtigkeitsgehalt auf circa 2% verringert und bei manchen Steinsorten liegt dieser Feuchtigkeitsgehalt sogar noch niedriger.

Das Brennen des Backsteins

Nach dem Trocknen können die Steine dann zu echten Backsteinen gebrannt werden. Denn, auch ist der getrocknete Stein natürlich schon ein festes Material, erhalten die Steine ihre Härte ihre schlussendliche Härte erst durch das Brennen. Dies geschieht in drei Phasen in einem sogenannten Tunnelofen: die Aufwärmphase, die Zündphase und die Abkühlphase. Das Brennen ist ein sehr präzisier Prozess, bei dem jeder Schritt sehr gründlich und gut überdacht ausgeführt werden muss. So, wird unter anderem die Aufwärmung, als auch die spätere Abkühlung bis zu dem Moment verzögert, bis innerhalb des Steins eine Veränderung der Quarz Kristallstruktur stattfindet (der sogenannte Quarzsprung, welcher bei ungefähr 573 Grad Celsius stattfindet). Hierdurch werden Risse im Stein vermieden. Die Aufwärmphase wird außerdem auch genutzt, um die restlichen organische Stoffe, die im Ton vorhanden sind, vollständig zu verbrennen.

Das tatsächliche Brennen findet dann bei einer Temperatur zwischen 1000 und 1200 Grad Celsius statt. Hierbei findet die Sinterung statt, bei der die charakteristische Struktur des Backsteines mit neuen keramischen und glasigen inneren Verbindungen entsteht, welche dem gebrannten Stein schlussendlich seine Stabilität verleihen. Das vollständige Brennverfahren kann bis zu zwei Tage andauern und die Brennkurve kann sich je nach Typ Stein unterscheiden. So werden Straßen-Steine  bei höheren Temperaturen gebrannt als beispielsweise Ziegel für Verblendungen.

Die Farbe des Backsteins

Während des Brennverfahrens erhält der Stein neben seinen anderen Eigenschaften, auch seine definitive Farbe. Diese wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst:

  • Die Zusammenstellung des Tons und eventuellen Beimengungen. Wenn der Ton im Verhältnis mehr Eisen als Kalk enthält, färbt sich dieser rot. Im umgekehrten Fall wird der Stein eher gelblich. Wenn erwünscht, kann auch extra Kalk zugefügt werden.
  • Der Brennvorgang an sich. Eine höhere Temperatur sorgt für eine leichte lila-färbung des Steins. Und wenn der Ton geschmort wird (Brennen mit weniger Sauerstoffzufuhr) oder extra oxidierend gebrannt wird, erhält man entweder eine grau-blaue oder eine greller gefärbte Variante.
  • Durch bespritzen der Umformungen mit einem Ton-Brei (Engoben), welche Farbstoffe zugefügt sind, kann man die Steine auch noch verändern. Die Steine können natürlich auch glasiert werden und dann nochmals gebrannt werden.

Die Eigenschaften des Backsteins

wasserfester Ziegel

Ziegel wird nicht nur an der Wand verwendet.

Die modernen Backsteine verfügen alle über Güterzeichen. Hierdurch erkennt der Bauherr auch immer direkt, welche Qualität er gerade verarbeitet. Die europäische CE-Kennzeichnung sagt alles über die Produkteigenschaften, die möglichen Zusätze und die Sicherheit der desbetreffenden Backsteine aus. Das speziell erstellte niederländische KOMO-Produktzertifikat, welches von Instituten wie IKOB/BKB und der niederländischen Zertifikationsorganisation KIWA kontrolliert wird, garantiert  das echte Qualitätsniveau des Backsteins (Beugung, Bruch usw.) nach der Beurteilungsrichtlinie BRL 1007 (und BRL 2360 für Straßen-Steine). Das Resultat ist ein einheitliches, effizientes und nachhaltig produziertes Baumaterial, welches sehr stark ist, nicht verrottet, nicht verrostet und auch nicht verfärbt. Das Material ist allerdings nicht wasserdicht.

Der Backstein ist nicht wasserdicht? Warum ist das so?

Backsteine bestehen aus etwas porösem Material. Wasser kann durch Risse und Poren in das Innere des Backsteins eindringen. Da auch der Zementmörtel zwischen den Steinen in der Regel ebenfalls nicht wasserdicht ist, haben die aufeinander gemauerten Steine einer Mauer von Natur aus eine kapillare Wirkung. Wasser kann hierdurch sehr einfach eindringen und sogar von dem Boden aus bis hoch in die Mauer gelangen. Das bedeutet, dass egal wie gut der Backstein ist, immer die Gefahr besteht, dass Wasser schlussendlich doch in die Mauer eindringen kann, oder in der Mauer aufsteigt. Und nicht nur Wasser, sondern auch Schmutz kann auf diese Weise eindringen. Feuchte Luft, schmutzige Wände und sogar Frostschäden können hier mögliche Folgen sein.

Backsteine mit Oppercon wasserdicht machen

Sie können jedoch eine Backsteinmauer ganz einfach mit Oppercon wasserabstoßend machen. Oppercon ist ein biologisch abbaubares und darum auch ein umweltfreundliches Hydrophobierungsmittel. Oppercon bringt auf molekularem Niveau eine Schutzschicht an. Hierdurch wird die Mauer nicht nur wasserabstoßend, sondern verhindert auch die Bildung von Schimmel- und Algen. Gleichzeitig werden die Backsteine mit dieser Schutzlage nicht hermetisch abgeschlossen und können weiter atmen. Zudem ist Oppercon auch UV-resistent. Darum können weder die Schutzschicht noch der Backstein selbst, verfärben. Oppercon erhält auf diese Art und Weise also alle natürlichen Eigenschaften des Backsteins, fügt jedoch eine sehr wichtige Eigenschaft hinzu. Von jetzt an ist Ihre Mauer auch wasserdicht.

Mit Oppercon können Sie Fassaden, Giebel, Naturstein, Sandstein und Pflastersteine jetzt ganz einfach selbst imprägnieren und wasserabweisend machen.
BESTELLE OPPERCON JETST!

Oppercon

Oppercon imprägniert alle Steinarten und verhindert feuchte Wände. Es ist UV-resistent und farbstabil. Oppercon hilft dadurch zudem das Wachstum von Algen, Schimmel und Moos zu verhindern.

  • Sehr sparsam in der Anwendung: In Durchschnitt reicht 1 Liter für 8 m2.
  • Erhältlich in 1 / 2,5 / 5 / 10 / 25 Liter.
  • 15 Jahre Garantie auf Fassaden.
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